15. Türchen im Advent

Im letzten dreiviertel Jahr habe ich viele Blogs gelesen und mir angeschaut. Nicht überall schafft man es auch regelmässig zu lesen, aber im 15. Türchen im Advent möchte ich euch einen der Blogs vorstellen, welchen ich selbst oft ganz gespannt verfolge.

Über mich und meinen Blog: Ich bin Anna, 38 Jahre alt und wollte eigentlich nie Kinder haben. Nun habe ich gleich drei davon (die Motte *01/2012 und die Zwillinge Minimotte und Floh *07/2015) und blogge über all die stressigen, chaotischen und schönen Momente unseres Alltags auf familiemotte.de

 

Unser Weihnachtsgefühl: Weihnachten mit Kindern hat diesen besonderen Zauber…

Weihnachten steht vor der Tür. Bevor ich Kinder hatte mochte ich Weihnachten zwar, letztlich war es mir aber nicht so wichtig. Mit Kindern jedoch hat das Weihnachtsfest einen ganz besonderen Zauber. Dieses Jahr werden zum ersten Mal drei Kinder vor unserem Tannenbaum sitzen – wobei, die Zwillinge werden wohl eher noch liegen ☺

Erst mit Kindern offenbart sich das ganze Potenzial dieses Fests. Die leuchtenden Kinderaugen, die Begeisterung der Vorweihnachtszeit, die vielen Fragen. Und auch ich entdecke Weihnachten wieder neu. Erinnere mich plötzlich an das Gefühl, dass ich als Kind an Weihnachten hatte. Diese ungeduldige Vorfreude, die Spannung kurz bevor das Christkind kam, das unendliche Warten bis das Glöckchen klingelt und wir endlich, endlich das Weihnachtszimmer betreten dürften.

Seit ich Kinder habe, möchte ich diese Gefühle unbedingt transportieren. Möchte, dass auch meine Kinder dieses Fest als etwas Aufregendes, etwas ganz Besonderes erleben und in Erinnerung behalten.

Schon jetzt ist meine Motte ganz aufgeregt, fragt, wann wir die Wohnung schmücken und den Adventskranz aufstellen. Wann wir den Tannenbaum besorgen und ob wir wieder den kleinen Hof-Weihnachtsmarkt besuchen. Das alles sind feste Rituale, die für uns unbedingt zur Vorweihnachtszeit dazugehören.

Sie ist fasziniert von den vielen Lichtern überall, liebt den Plätzchenduft und der erste Gang morgens nach dem Aufstehen gilt natürlich aufgeregt den Päckchen am Adventskalender. Ab Mitte November singt sie fleißig Weihnachtslieder und die Vorfreude auf die Geschenke, die vielen Naschereien und den Weihnachtsmann ist ihr mit jedem Tag mehr anzumerken.

Den Tannenbaum suchen wir selbst im nahegelegenen Forst aus. Zusammen mit unseren Freunden und deren Kindern. Wenn jeder von uns seinen perfekten Baum gefunden hat, dann gibt´s für alle warmen Punsch und eine leckere Bratwurst.

12278052_501510196716969_634271345_n

Da wir unser Wohnzimmer nicht wirklich abschließen können, weil uns dann nicht genug Raum bleibt, darf die Motte den Tannenbaum am Tag vor Heiligabend mit uns zusammen schmücken. Sie weiß immer sehr genau, wo welche Kugel hin soll. Wir legen dann Weihnachtsmusik auf und tanzen dazu. Und das liebt sie sehr. Früher mochte ich Kerzen im Baum am liebsten. Seit wir kleine Kinder haben ist mir das allerdings zu gefährlich, deshalb haben wir jetzt Lichterketten, die aber ein wirklich schönes Licht machen. Der Weihnachtsmann kommt dann nachts und legt die Geschenke unter den Baum. Hier im Norden ist der Weihnachtsmann populärer als das Christkind. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Letztlich ist es aber egal an wen die Kinder glauben, oder? Es geht um diese Symbolfigur, die stellvertretend für dieses wunderschöne Fest steht.

Am Heiligabend selbst feiern wir nur im kleinen Kreis. Nur wir fünf und Oma und Opa. Die kommen immer zu uns, jeder bringt etwas zu Essen mit und wir singen Weihnachtslieder und quatschen. Meist gibt es Kartoffelsalat, Würstchen, kleine Frikadellen und einen schnellen Nachtisch. Eben alles was am Tag selbst nicht viel Arbeit macht.

Da wir nicht gläubig sind gehen wir nicht in die Kirche. Sollten unsere Kinder aber – sobald sie alt genug sind- fragen warum wir eigentlich Weihnachten feiern, werden wir ihnen natürlich von der Weihnachtsgeschichte erzählen.

Die Bescherung findet bei uns in zwei Teilen statt. Einige Päckchen dürfen vor dem Essen ausgepackt werden. Den Rest heben wir uns für danach auf. So müssen die Kinder nicht ewig warten. Es gibt auch nicht Unmengen an Päckchen. Da wir eine große Familie haben kommen immer jede Menge Geschenke, aber einige halte ich meist für die kommenden Tage zurück. So hat die Motte Zeit alle Geschenke ausgiebig zu bespielen und hat auch am nächsten und übernächsten Tag noch etwas zum Auspacken.

Für uns bedeutet Weihnachten: ruhige Tage mit der Familie zu verbringen. Die festliche Stimmung zu genießen. Zeit zu haben für meinen Mann und meine Kinder. Leuchtende Kinderaugen und Nachmittage, die mit neuem Spielzeug oder einem Weihnachtsfilm, Plätzchen und Kakao  vertrödelt werden. Bei uns gibt es keinen Terminstress. Kein Gehetze von Familie zu Familie. Unsere Familien sind Gott sei Dank alle sehr entspannt. Alles kann, nichts muss. Hat man also keine Lust auf einen Besuch ist das in Ordnung.

Ich mag genau das: diese Stille zwischen den Tagen. Den Leerlauf. Einfach mal nichts tun. Abschalten. Dinge tun, die sonst im Alltag untergehen. Zusammen kochen, spielen, einen Tag im Schlafanzug vertrödeln.

Und sollte es nicht genau so sein? Ein paar Tage Ruhe bevor der Trubel und der Alltag uns ab Januar wieder hat?

In diesem Sinne: ich wünsche Euch eine besinnliche, stressfreie und wunderschöne Weihnachtszeit!  Ach ja: und rutscht gut ins neue Jahr, denn dann liegen 365 neue Tage vor Euch und Euren Kindern, die darauf warten mit Abenteuern gefüllt zu werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s