Tag-Archiv | Türchen im Advent

18. Türchen im Advent

Von einer „weißen Weihnacht“ träumt jedes Jahr Groß und Klein.
Wenn man sie einmal erleben durfte, dann erinnert man sich noch sehr sehr lang daran zurück. So heute auch im 18. Türchen im Advent die Jessica von terrorpueppi .

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Weiße Weihnacht

Ich schließe die Augen. Als ich sie wieder öffne, höre ich bereits Geschirr in der Küche klappern. Schnell stehe ich auf. Beim Verlassen meines Kinderzimmers steigt mir der Duft der Weihnachtsgans in die Nase. Ich trappel durch den Flur ins Wohnzimmer. Der Weihnachtsbaum erstrahlt bunt und hell leuchtend das Wohnzimmer. Ehe ich mich jedoch den Geschenken widmen kann, welche ich am Vorabend bekommen habe, bleibt mein Blick am Wohnzimmerfenster hängen. Dicke Schneeflocken fallen hernieder. Ich laufe schnell zum Fenstersims und schaue raus. Eine noch leichte, aber unverkennbar geschlossene Schneedecke ist nicht nur auf den Bäumen, sondern auch dem Rasen und den Wegen zu sehen. Der Schnee bleibt liegen und scheint sich auch nicht mehr davonschleichen zu wollen. Gebannt schaue ich auf das Treiben der Schneeflocken. Ich berühre die Fensterscheibe. Sie ist eiskalt. Eisblumen blühen auf.

Am liebsten würde ich sofort rausgehen. Doch noch habe ich meinen Schlafanzug an, habe nicht gefrühstückt und da warten ja auch noch all die Geschenke auf mich, die bespielt werden wollen. Aufgeregt frage ich meine Eltern, ob wir einen Schneemann bauen.

Nach dem Frühstück ist es so weit. Gemeinsam mit meinem Bruder und meinem Vater stürme ich in den Garten. So viel Schnee habe ich noch nie in unserem Garten gesehen. Das Schneetreiben hat mittlerweile eine Pause eingelegt. Mein Vater zeigt uns, wie wir Schneekugeln für die Weihnachtsmänner rollen können. Mein Bruder und ich rollen und rollen durch den Garten. Wir lassen riesige Kugeln entstehen. Sie sind so schwer, dass wir Kinder sie nicht übereinander stellen können. Papa kommt uns zu Hilfe. Aus dem Schuppen holen wir schließlich noch Kohlestücke, Besen und Eimer. Fertig sind die Schneemänner und eisgekühlt sind meine Finger. Natürlich hatte ich immer wieder meine Handschuhe ausgezogen, wollte ich doch den Schnee wirklich spüren können.

Erneut fallen dicke Schneeflocken vom Himmel. Nach getaner Arbeit ziehen wir uns in die warme und heimelige Wohnung zurück. Mein Bruder und ich spielen im Wohnzimmer bis zur letzten möglichen Minute. Dann werden Gans, Rotkohl, Grünkohl, Semmelknödel, Kartoffeln und natürlich Soße vertilgt. Es ist unglaublich lecker. Ich bin kurz davor, zu platzen.

Der Schnee hüllt unser Haus in eine weiße Decke ein. Egal aus welchem Fenster ich blicke, die Welt draußen ist nun ganz friedlich weiß und still. Wir spielen und schauen Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Die Zeit schreitet voran. Es schneit noch immer. Unsere Fußspuren des Vormittags sind längst verschwunden.

Endlich gehen wir erneut hinaus. Diesmal kommt auch meine Mama mit. Wir machen einen Weihnachtsspaziergang. Wir gehen sonst nie als Familie gemeinsam spazieren. Es ist etwas ganz Besonderes und doch fühlt es sich unglaublich vertraut an.

Die Dämmerung hat schon eingesetzt. Wir laufen durch die schneebedeckten Straßen. Hie und da sehen wir kleine Fußspuren im Schnee. Wir rätseln, welcher tierische Freund sie wohl hinterlassen hat. Die Gärten und Häuser erstrahlen durch mannigfaltige leuchtende Dekorationen. Lichterketten geben Koniferen, Tannen und Fichten schillernde Kleider. Weihnachtsmänner klettern Balkone und Hauswände hinab oder besteigen Schornsteine. Kleine Rentiere mit flammenden roten Nasen stromern durch die Gärten. Unterdessen sitzen mein Bruder und ich auf dem Schlitten. Unser Vater zieht uns über den dumpf knackenden Mantel aus Schnee, der alles bedeckt. In mir ist es kuschelig warm.

Ich öffne meine Augen. Ich sehen meine kleine Tochter, wie sie in Gummistiefeln durch Pfützen springt. Keine Ahnung, ob es in diesem Jahr weiße Weihnachten geben wird, aber ich werde alles tun, damit sie als Erwachsene ebenso freudige Weihnachtserinnerungen haben wird, wie ich sie heute habe.

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17. Türchen im Advent

Das 17. Türchen im Advent bringt euch heute ein kleines Interview der Bloggerin Katarina von blogprinzessin mit. Ich mag ihren Blog selbst auch wirklich gern und freu mich wenn auch ihr vielleicht mal Lust habt dort vorbei zu schauen. Viel Spaß!
Eure RolliMami

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Stell dich doch einfach gleich selbst kurz vor: 

Ich bin Katarina, 30 Jahre alt und seit 2012 Mama von meiner Tochter Motti. 2013 folgten die Zwillingsmädchen Nini und Wawi. Jetzt bin ich Chaosmanagerin und blogge auf blogprinzessin.de

Schreibst du dein Blog eher beruflich oder mehr aus Leidenschaft und Hobby? Beides. Inzwischen ist mein Blog mein Beruf (neben den Kindern) aber trotzdem wird er sehr, sehr Leidenschaftlich geführt. Ich glaube einen Blog beruflich zu führen ohne das man dafür brennt klappt gar nicht. (Außer vielleicht man ist bei einer Firma X angestellt und die bezahlen einen dafür.) Aber selbstständig, freiberuflich bloggen ohne Leidenschaft…das geht meiner Meinung nach gar nicht.
 

Auf vielen Familienblogs, werden die Papa´s und Partner ja nur wenig erwähnt. Manch ein Mann kann vielleicht auch gar nicht nachvollziehen, warum wir Frauen so gern bloggen. Wie schaut das denn bei euch aus? Wie steht dein Mann zu deinem Blog? 

Mein Mann hat mich „mit Blog“ kennengelernt. Mich gabs nur im Paket 😉 Er sieht meinen Blog inzwischen auch nicht mehr als ein Hobby sondern als einen echten Job zu dem er in den letzten Jahren geworden ist. Daher habe ich vermutlich echt Glück gehabt. Bei uns gibt es kein Gemaule wenn ich statt auf der Couch mal wieder am Rechner sitze.

 

Jetzt ist ja endlich wieder Adventszeit. Gibt es etwas worauf du dich schon das ganze Jahr gefreut hast, nun endlich wieder machen zu können. 

Backen. Ich liebe es zu backen aber im Sommer ist es mir einfach zu heiß in der Küche. Jetzt im Herbst und Winter kann man es allerdings gut aushalten und auf mich warten einige Rezepte die ausprobiert werden wollen.

Ihr habt ja nun drei Kids, wie handhabt ihr die Tradition mit dem Adventskalender, bekommt jedes Mädchen seinen eigenen? 

Bei uns wir spätestens am 30.11 mit allen Kindern ein Wunschzettel für den Weihnachtsmann gemalt (da sie ja noch nicht schreiben können). Der wird in den Briefkasten gelegt und wenn der Weihnachtsmann den Wunschzettel bekommen hat, dann hängt am 1.12 der Adventskalender.
(Den bringen nämlich die Weihnachtswichtel, im Auftrag des Weihnachtsmanns.) 
 

Die drei Mädels bekommen natürlich jeweils einen Kalender. 

Bei uns steht ja nun das erste Weihnachten zu Dritt vor der Tür. Ich bin glaub ich schon lang nicht mehr so aufgeregt gewesen. Lässt das irgendwann wieder nach, oder ist dieser Zauber von Weihnachten, einfach wieder da mit eigenen Kindern?

 Ich hoffe doch nicht das der Weihnachtszauber wieder nachlässt. Vielleicht liegt es aber auch ein bisschen an einem selbst ob man sich „Weihnachtszauber“ erlaubt oder ob man das als Firlefanz abtut.
Wenn wir mal ein Stück zurück schauen, was war denn so eine Tradition in deiner Kindheit, ohne die Weihnachten einfach was gefehlt hat? Gibt es diese Tradition auch heute bei dir? 
Ich habe immer das Hörspiel „Weihnachten in Bullerbü“ am Heiligabend gehört. Dies mache ich inzwischen auch mit meinen eigenen Kindern. Denn ohne Bullerbü ist nicht richtig Weihnachten.
Christkind oder Weihnachtsmann, wer bringt bei euch die Geschenke? 
Der Weihnachtsmann.

16. Türchen im Advent

Heute im 16. Türchen im Advent, möchte ich euch Bine und ihren Blog was eigenes vorstellen.

Bine schreibt über Dinge, die sie selbst gemacht, gebacken und gekocht, erlebt und gelesen hat.
Aber sie selbst sagt es ist kein Foodblog, kein DIY-Blog, kein Reiseblog, kein Einrichtungsblog. Denn es gibt es von allem etwas und von jedem ein bisschen.

Ich mag ihre Fotos, ihre Ideen und ihre Schreibweise sehr gern und stöbere nicht nur gern auf ihrem Blog, sondern auch total gern auf ihrem Instagram Profil und ihrem Dawanda Shop.

In ihrem Shop gibt es auch total tolle Schminktaschen. Habt ihr sie schon entdeckt?

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Wenn nicht solltet ihr unbedingt nochmal genauer nachschauen.

Denn ihr könnt HIER und JETZT ein Schminktäschchen nach Wahl aus ihrem Shop gewinnen.

Was ihr tun müsst?

Hinterlasst mir hier im Blog oder auf Facebook einen lieben Kommentar.
Ihr lieben Facebook-Nutzer, es wäre toll wenn ihr uns beiden ein like gebt. Das Gewinnspiel teilen wird gern gesehen, ist aber kein muss.

Nun drücken wir euch allen die Daumen und hoffen das sich viele beteiligen.

Ganz liebe Adventsgrüße
Eure RolliMami und Bine von was eigenes

 

15. Türchen im Advent

Im letzten dreiviertel Jahr habe ich viele Blogs gelesen und mir angeschaut. Nicht überall schafft man es auch regelmässig zu lesen, aber im 15. Türchen im Advent möchte ich euch einen der Blogs vorstellen, welchen ich selbst oft ganz gespannt verfolge.

Über mich und meinen Blog: Ich bin Anna, 38 Jahre alt und wollte eigentlich nie Kinder haben. Nun habe ich gleich drei davon (die Motte *01/2012 und die Zwillinge Minimotte und Floh *07/2015) und blogge über all die stressigen, chaotischen und schönen Momente unseres Alltags auf familiemotte.de

 

Unser Weihnachtsgefühl: Weihnachten mit Kindern hat diesen besonderen Zauber…

Weihnachten steht vor der Tür. Bevor ich Kinder hatte mochte ich Weihnachten zwar, letztlich war es mir aber nicht so wichtig. Mit Kindern jedoch hat das Weihnachtsfest einen ganz besonderen Zauber. Dieses Jahr werden zum ersten Mal drei Kinder vor unserem Tannenbaum sitzen – wobei, die Zwillinge werden wohl eher noch liegen ☺

Erst mit Kindern offenbart sich das ganze Potenzial dieses Fests. Die leuchtenden Kinderaugen, die Begeisterung der Vorweihnachtszeit, die vielen Fragen. Und auch ich entdecke Weihnachten wieder neu. Erinnere mich plötzlich an das Gefühl, dass ich als Kind an Weihnachten hatte. Diese ungeduldige Vorfreude, die Spannung kurz bevor das Christkind kam, das unendliche Warten bis das Glöckchen klingelt und wir endlich, endlich das Weihnachtszimmer betreten dürften.

Seit ich Kinder habe, möchte ich diese Gefühle unbedingt transportieren. Möchte, dass auch meine Kinder dieses Fest als etwas Aufregendes, etwas ganz Besonderes erleben und in Erinnerung behalten.

Schon jetzt ist meine Motte ganz aufgeregt, fragt, wann wir die Wohnung schmücken und den Adventskranz aufstellen. Wann wir den Tannenbaum besorgen und ob wir wieder den kleinen Hof-Weihnachtsmarkt besuchen. Das alles sind feste Rituale, die für uns unbedingt zur Vorweihnachtszeit dazugehören.

Sie ist fasziniert von den vielen Lichtern überall, liebt den Plätzchenduft und der erste Gang morgens nach dem Aufstehen gilt natürlich aufgeregt den Päckchen am Adventskalender. Ab Mitte November singt sie fleißig Weihnachtslieder und die Vorfreude auf die Geschenke, die vielen Naschereien und den Weihnachtsmann ist ihr mit jedem Tag mehr anzumerken.

Den Tannenbaum suchen wir selbst im nahegelegenen Forst aus. Zusammen mit unseren Freunden und deren Kindern. Wenn jeder von uns seinen perfekten Baum gefunden hat, dann gibt´s für alle warmen Punsch und eine leckere Bratwurst.

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Da wir unser Wohnzimmer nicht wirklich abschließen können, weil uns dann nicht genug Raum bleibt, darf die Motte den Tannenbaum am Tag vor Heiligabend mit uns zusammen schmücken. Sie weiß immer sehr genau, wo welche Kugel hin soll. Wir legen dann Weihnachtsmusik auf und tanzen dazu. Und das liebt sie sehr. Früher mochte ich Kerzen im Baum am liebsten. Seit wir kleine Kinder haben ist mir das allerdings zu gefährlich, deshalb haben wir jetzt Lichterketten, die aber ein wirklich schönes Licht machen. Der Weihnachtsmann kommt dann nachts und legt die Geschenke unter den Baum. Hier im Norden ist der Weihnachtsmann populärer als das Christkind. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Letztlich ist es aber egal an wen die Kinder glauben, oder? Es geht um diese Symbolfigur, die stellvertretend für dieses wunderschöne Fest steht.

Am Heiligabend selbst feiern wir nur im kleinen Kreis. Nur wir fünf und Oma und Opa. Die kommen immer zu uns, jeder bringt etwas zu Essen mit und wir singen Weihnachtslieder und quatschen. Meist gibt es Kartoffelsalat, Würstchen, kleine Frikadellen und einen schnellen Nachtisch. Eben alles was am Tag selbst nicht viel Arbeit macht.

Da wir nicht gläubig sind gehen wir nicht in die Kirche. Sollten unsere Kinder aber – sobald sie alt genug sind- fragen warum wir eigentlich Weihnachten feiern, werden wir ihnen natürlich von der Weihnachtsgeschichte erzählen.

Die Bescherung findet bei uns in zwei Teilen statt. Einige Päckchen dürfen vor dem Essen ausgepackt werden. Den Rest heben wir uns für danach auf. So müssen die Kinder nicht ewig warten. Es gibt auch nicht Unmengen an Päckchen. Da wir eine große Familie haben kommen immer jede Menge Geschenke, aber einige halte ich meist für die kommenden Tage zurück. So hat die Motte Zeit alle Geschenke ausgiebig zu bespielen und hat auch am nächsten und übernächsten Tag noch etwas zum Auspacken.

Für uns bedeutet Weihnachten: ruhige Tage mit der Familie zu verbringen. Die festliche Stimmung zu genießen. Zeit zu haben für meinen Mann und meine Kinder. Leuchtende Kinderaugen und Nachmittage, die mit neuem Spielzeug oder einem Weihnachtsfilm, Plätzchen und Kakao  vertrödelt werden. Bei uns gibt es keinen Terminstress. Kein Gehetze von Familie zu Familie. Unsere Familien sind Gott sei Dank alle sehr entspannt. Alles kann, nichts muss. Hat man also keine Lust auf einen Besuch ist das in Ordnung.

Ich mag genau das: diese Stille zwischen den Tagen. Den Leerlauf. Einfach mal nichts tun. Abschalten. Dinge tun, die sonst im Alltag untergehen. Zusammen kochen, spielen, einen Tag im Schlafanzug vertrödeln.

Und sollte es nicht genau so sein? Ein paar Tage Ruhe bevor der Trubel und der Alltag uns ab Januar wieder hat?

In diesem Sinne: ich wünsche Euch eine besinnliche, stressfreie und wunderschöne Weihnachtszeit!  Ach ja: und rutscht gut ins neue Jahr, denn dann liegen 365 neue Tage vor Euch und Euren Kindern, die darauf warten mit Abenteuern gefüllt zu werden.

14. Türchen im Advent

Auf das 14. Türchen im Advent freu ich mich schon sehr lang.
Ich habe euch ja bereits schon einmal mitgenommen zu unserer Kirche und dem Glockenhub im 9. Türchen im Advent.

Heute folgt eine Aktion wieder rund um die Kirche in der Weihnachtszeit.

„Keine Glocken in der Kirche! Aber dafür ganz viele Sterne!“ 

Ja, so ungefähr stand es bei uns im Kirchenboten und damit wurde dazu aufgerufen, bis zum 12. Dezember 2015 selbst gebastelte Sterne in allen Farben und Formen abgeben zu können.

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Viele Familien folgten diesem Aufruf und nun war unsere Kirche, pünktlich zum 3. Advent und der jährlichen Adventsmusik wunderschön, mit so vielen einzigartigen Sternen, geschmückt.

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Ein Fröbelstern wurde aus Tapetenbahnen gefertigt. Ich find ihn weltklasse, denn darauf wäre ich glaube ich selbst nie gekommen.

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Auch mein „Sternen-Kranz“ hat den Weg in die Kirche gefunden.

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Ich freu mich auf den Heiligabend mit so viel Sternen in der Kirche.

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Das war ein Beitrag mit vielen Fotos und vielen Sternen und ich hoffe es hat euch gefallen!

Kennt jemand auch solche oder ähnliche Aktionen für die Kirche oder andere öffentlichen Gebäude?

Liebe Grüße 
Eure RolliMami

 

 

13. Türchen im Advent

Das 13. Türchen ist heute gleichzeitig der dritte Advent. An diesem gibt es für euch eine wahre Geschichte aus dem Leben von Annett.
Ich kenne Annett selbst sehr lange, da sie meine Schwester als Freundin schon seit der Schulzeit begleitet. Ein Vögelchen zwitscherte mir, dass sie gern schreibt und so hab ich sie direkt als Gastbloggerin zu mir auf den Blog eingeladen.

DAS WUNDER IM STALL

Dritter Sonntag im Advent.
Sich auf den Weg machen.
Einen Weg bereiten, vorbereiten, ebnen,
oder sich bereit machen,
für das, was kommt. 

Ich habe vormittags einen Weg aus bunten Fußspuren gesehen,
vorhin im Taufgedächtnis-Gottesdienst
und Lichter an den Fußspuren.
Ich habe  nachmittags den Weg des Aljoscha mitverfolgt,
der Gott suchen wollte
und ihn fand mitten in der Welt.

Ich habe mich aufgemacht,
mit einem Licht aus der Kirche
mitten zur lebendigen, fröhlichen Adventsfeier nebenan.
Soviel Weg, soviel Licht, soviel wunderbarer Advent an einem Tag. 

Dritter Advent.
Sich auf den Weg machen. 

Nach einem langen Kirchentag
mache ich mich auf den Weg nach Hause.
Nicht ahnend, welches Wunder heute noch geschieht.
Die Familie am Kamin versammelt,
mit Crottendorfer Räucherkerzeln,
sich schwindelerregend drehenden Pyramidchen,
und  Glühwein und Whisky und Pfeife,
Keksen, Konfekt, Geschichten und Witzen.
Gott in der Welt mitten im frohen Advent.

Doch was ist das???
Oh, es geht los. … !!!
Dort hinten bei uns im Stall
steht unsre Kuh Karla in Wehen. …, …,
Schnell noch ein bisschen Stroh, nein, viel Stroh hingetan,
damit das Kälbchen es warm und weich hat,
und Karla auch. , …, …

Kai weiß genau, was jetzt zu tun ist.
Ich stehe nur da und staune und bete und reiche Stroh,
hole Wasser und warte und bange und staune.
Diese Augen, diese Kuhaugen und das Glück und das zärtliche Muhen,
als das kleine Kälbchen da ist,
ergreifen mich mit einer Tiefe,
die ich nicht geahnt habe. 

Frierend und zitternd liegt der kleine Kerl auf einmal in der Welt,
nass und so verletzlich.
Ist er gesund? Wird er es schaffen?
Karla schafft es. Sie weiß, was zu tun ist: Abschlecken, abschlecken, abschlecken. Ihr Kalb muss trocken und warm werden. 

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Wir stehen vor diesem Wunder.
Ich bin tief berührt vom Wunder des Lebens.
Alle Fragen nach dem Sinn des Lebens werden auf einmal nichtig:
Das Leben  ist ein Geschenk Gottes.
Das Leben, so verletzlich, so unsicher, so schnell dem Tod nahe,
so flüchtig und so vergänglich,
ist doch wunderbar und so voll Hoffnung und Kraft. 

Dieses Jahr werde ich die Weihnachtsgeschichte im Stall lesen,
egal, ob jemand mitkommt oder nicht,
egal, ob ich dann nach Silo stinke, oder nicht.
Ich werde die Weihnachtsgeschichte zum „Heiligen Abend“ im Stall lesen. 

Karla und Karl wird das schnuppe sein, (oder vielleicht auch nicht ☺ )
aber ich werde ergriffen an das Wunder denken:
an das Wunder der Geburt von Karl,
an das Wunder des Lebens,
an das Wunder Gottes unvergleichlicher Liebe zu uns Menschen,
die sich in Bethlehem auf den Weg machte.

Zu mir, zu dir, zu uns. 

 

12. Türchen im Advent

Das 12. Türchen im Advent nimmt euch mit auf eine Reise zu den schwedischen Tomte. Astrid Lindgren hat dazu ein wundervolles Buch geschrieben und Maja von kleines Tragbares wird euch von diesem etwas mehr erzählen.

God Jul – Weihnachten mit schwedischem Anklang

„…Die Sterne funkeln am Himmel, der Schnee leuchtet weiß, es ist bitterkalt. In einer solchen Nacht geben die Menschen acht, dass das Feuer im Herd nicht erlischt.“ (aus „Tomte Tummetott“ von A. Lindgren)

Nun haben wir Advent. Für mich eine der schönsten Zeiten im Jahr. Zeitig wird es draußen dunkel, es ist kalt – man zieht sich zurück ins Haus, macht Kerzen an und hat es wohlig warm. Man bastelt und schmückt für Nikolaus und Weihnachten. Man werkelt an Geschenken. Und es ist die Zeit für Geschichten und Märchen. Es ist ja nicht so, dass Geschichten und Märchen keine Rolle spielen im Rest des Jahres, gerade wenn man Kinder hat  – aber in der Vorweihnachtszeit hat das Lesen und Anschauen von besonderen Erzählungen und Filmen geradezu etwas Magisches.

Eines unserer Lieblingsbücher ist Tomte Tummetott von Astrid Lindgren. Sehr gern würde ich schreiben, es begleitet mich seit meiner Kindheit, aber das stimmt nicht. Entdeckt hab ich dieses Buch, als mein großes Mädchen ganz klein war. Ich glaube, es war schon zu ihrem ersten Weihnachtsfest. Oft habe ich es ihr in den folgenden Jahren vorgelesen.

Blogbeitrag Advent 6

„Auf dem einsamen, alten Hof schlafen jetzt alle, alle außer einem … Tomte Tummetott.“ (aus „Tomte Tummetott“ von A. Lindgren)

Blogbeitrag Advent 2

Bereits seit heidnischen Zeiten gibt es Legenden um schwedischen Tomte. Es sind kleine, starke, sehr alte Wichtel mit einem langen weißen Bart. Jeder Bauernhof ist die Heimat eines Tomte. Er beschützt dort die Bewohner und die Haustiere. Nur des nachts ist er aktiv und wird deshalb nur selten gesehen, so wird gemunkelt. Verärgern darf man den Tomte nicht, denn von seiner Stimmung hängt es ab, ob er Glück oder Unglück bringt. An Weihnachten z.B. stellte man ihm deshalb eine Schale mit Hafergrütze, seinem liebsten Gericht, an einen Ort. Wichtig war dabei der Holzlöffel – Metall geht gar nicht ☺

Blogbeitrag Advent 3

Seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kam ein moderner Tomte auf – der Jultomte. Er basiert auf einer Zeichung der berühmten schwedischen Künstlerin Jenny Nyström. Dieser Weihnachtswichtel ist fröhlich und großzügig und verteilt Geschenke an die Kinder.

Blogbeitrag Advent 4

Schon deshalb ist eine schwedisch geprägte Weihnacht ohne einen Tomte nicht möglich. Und aus diesem Grund habe ich hier eine kleine Anleitung inkl. Schnittmuster Schnitt und Anleitung Tomte für euch, um einen ganz eigenen Tomte als Schutzwichtel fürs eigene Haus oder als liebes Geschenk zu erstellen. Ich hab im übrigen nur Stoffreste für die Wichtel verwendet. Der Körper ist z.B. aus einer alten Jeans.

Blogbeitrag Advent 5

Auch sehr hübsch fand ich die Deko-Idee der Weihnachtshäuschen aus dem Buch Skandinavische Nähideen: Dekoprojekte für zu Hause rund ums Jahr von Kajsa Wikman. Als Türbaumler, im Weihnachtsbaum – sie sind immer ein hübscher Hingucker. Auch dies ist zudem eine super Verwertung von Stoffresten und damit ein guter Beitrag zu nachhaltiger Weihnacht ☺

Nun wünsche ich euch allen eine wunderbare und kreative Adventszeit und erholsame sowie gesegnete Weihnachtsfeiertage.

„Winter und Sommer kommen und gehen. Jahr folgt auf Jahr. Solange auf dem alten Hof mitten im Walde Menschen wohnen, so lange geht Tummetott Nacht für Nacht dort auf leisen Sohlen umher und wacht.“ (aus „Tomte Tummetott“ von A. Lindgren)

Herzlichst,

Maja von Kleines Tragbares