22. Türchen im Advent

Na wer von euch hat den Adventskalender verfolgt und erinnert sich noch an Ramona aus Ecuador?
Sie hat uns heute im 22. Türchen im Advent ein Lebenszeugnis aus Ecuador geschickt.
Wollt ihr mehr von ihr erfahren, dann unbedingt auf ihren Blog bananenomass vorbei schauen.

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Ein Lebenszeugnis aus Ecuador

Santiago, Gemeindemitglied in Cotacachi, eine Quichua-Stadt im Norden Ecuadors

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als kleiner Junge sonntags meine Eltern in den Gottesdienst begleitete. Doch schon bald kam ich auf die schiefe Bahn. Ich wurde spielsüchtig und war ein sehr auffälliger und rebellischer Junge. Mit 14 Jahren begann ich Alkohol zu trinken. Die Direktorin zwang mich daraufhin die Schule zu wechseln, doch alles wurde noch schlimmer. Meine neuen Freunde beeinflussten mich stark, so dass ich anfing Drogen zu nehmen.

Im Sommer 2005 lud mich mein Bruder zu einem christlichen Jugendcamp ein. Alkohol und Handys waren dort verboten, stattdessen spielten wir Fußball und gingen baden im Fluss. In dieser Woche war ich „clean“, doch zu Hause wurde ich wieder rückfällig.

Ich begann Kokain und Koks zu konsumieren. Diese Drogen brachten mich dazu andere Menschen zu berauben, zu schlagen oder mit dem Messer zu attackieren. Um meine Sucht zu finanzieren musste ich sogar meine Kleidung verkaufen. Mein Bruder erzählte mir immer wieder von Gott, doch das berührte mich in keinster Weise.

Mit 15 Jahren brach ich die Schule ab, verließ meine Familie und zog in eine andere Stadt um zu arbeiten. Dort ging ich täglich in ein Bordell. Ich verbrachte meine Zeit mit Drogenabhängigen, Dieben und Prostituierten. Einige meiner Freunde töteten andere für Geld und auch ich war kurz davor in dieselben schmutzigen Geschäfte einzusteigen.

In dieser Zeit lernte ich ein Mädchen namens Pamela kennen, das ähnliches wie ich erlebt hatte. Ihr zu liebe hörte ich auf Drogen und Alkohol zu konsumieren. Obwohl ich in einer Beziehung mit Pamela war, ging ich weiterhin heimlich ins Bordell. Während eines Streits bekam Pamela starke Blutungen, es stellte sich heraus, dass sie schwanger gewesen war und ihr Baby verlor. Ihre Mutter zeigte mich an, da sie meinte, dass ich Pamela misshandelte. So landete ich im Gefängnis und verbrachte dort die schrecklichste Nacht meines Lebens. Ich versuchte mein Leben in den Griff zu bekommen, suchte mir eine Arbeit und zog zu Pamela.

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Eines Sonntags fuhren wir nach Cotacachi, um meinen Bruder zu besuchen. An diesem Morgen ging ich freiwillig mit ihm in den Gottesdienst. Als ich sah, wie die Leute Gott lobten wäre ich jedoch am liebsten wieder gegangen. Ich bat Jesus die Führung in meinem Leben zu übernehmen und mich zu verändern. Es war schwer für mich, doch an diesem Tag öffnete Gott eine Tür in meinem Herzen. Pamela und ich begannen wöchentlich in den Jüngerschaftskurs und den Gottesdienst zu gehen und konnten so im Glauben wachsen. Wir heirateten und ließen uns im Dezember 2014 taufen. Der Glaube an Gott hat mich zu einem ehrlichen und respektvollen (Ehe)mann gemacht und meinem Leben ein Ziel gegeben. Heute diene ich in der Gemeinde und wir erwarten unser erstes Kind.

Gott hat die Macht, das Leben von Menschen positiv zu verändern. Er hat auch die Macht dein Leben zu verändern und dir neue Perspektiven und Hoffnung zu geben.

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1 Johannes 1:9)

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