2. Türchen im Advent

Das 2. Türchen dürfen wir heute öffnen und damit gibt es einen ganz tollen Gastbeitrag von Nathalie über den Zauber und die Magie des Weihnachtsmannes.
Viel Spaß beim lesen und verzaubern lassen… und nicht vergessen, die Weihnachtswichtel könnten überall sein 😉 
Eure RolliMami

Weihnachten ist toll – wem sag‘ ich das?! Plätzchenbacken, Weihnachtsmarkt, Kinderpunsch, natürlich Geschenke, Geschenke, Geschenke  – wenn es nach meinen Kindern ginge, wäre das ganze Jahr Weihnachten.

Klar freue ich mich auf die Gemütlichkeit, auf den Klecker-Wahnsinn in der Weihnachtsbäckerei, auf die leuchtenden Augen an Heiligabend. Seit ich Kinder habe, begreife ich erst den wahren Zauber von Weihnachten. Weihnachten ist für Kinder gemacht. Dieses Warten auf den Weihnachtsmann, die Vorfreude, die Überforderung, welches Geschenk man denn nun als erstes auspackt – das alles hat mit Kindern einen ganz anderen Stellenwert. Auf einmal geht es nicht mehr um Konsum. Sondern um glückliche Kinderaugen.

Aber Weihnachten ist auch für Eltern gemacht. Klar, weil wir uns an unseren glücklichen Kindern erfreuen.

Und weil wir uns an unseren ganz besonders artigen Kindern erfreuen!

Denn die Adventszeit ist auch die Zeit der Weihnachtswichtel, die genau schauen, wie brav die Kinder sind. Das berichten sie dem Weihnachtsmann, der darüber genauestens Buch führt.

So steht es in dem wunderbaren Bilderbuch „Wo der Weihnachtsmann wohnt“, das in jeden gepflegten Kinder-Haushalt gehört.

Das Schöne daran: Meine Jungs (vier und zwei) glauben es! Das hat für mich einen äußerst angenehmen Nebeneffekt. Sie sind so brav wie sonst nie im Jahr. Schließlich weiß man nie, ob gerade ein Wichtel hinterm Schrank sitzt. Und schlagen sie mal doch über die Stränge, reicht ein strenger Blick. Oder ein kleiner Hinweis: „War da nicht eben eine rote Zipfelmütze unterm Sessel?“

Sohn 1 schmeißt den Reis vom Tisch. Blick zum Schrank, Kind guckt erschreckt, hört sofort auf.

Sohn 2 will unbedingt vor dem Abendbrot den Nachtisch haben und setzt zum veritablen Trotzanfall an. Bekümmerter Blick von Mama: „Oh, oh, das findet der Weihnachtsmann gar nicht gut.“

Es klappt!

Es klappte schon letztes Jahr. Und dieses Jahr hoffentlich auch. Unglaublich, wie der Weihnachtsmann das Leben leichter macht. Wieso kann nicht immer Adventszeit sein?

Denn da ist ja nicht nur der Weihnachtsmann. Sondern auch der Adventskalender, der aus meinen Morgenmuffeln plötzlich Frühaufsteher macht. Die jeden Morgen freudestrahlend ins Wohnzimmer eilen und sich freiwillig anziehen! Ja, richtig gehört. Sowas gibt’s. Denn wir haben die Regel aufgestellt: Erst umziehen ohne zu trödeln und dann Adventskalender öffnen. Funktioniert einwandfrei.

Es ist herrlich! Ein Monat mit relativ braven Kindern. Und ein Monat ohne Trödelei (auch das ist relativ, wie so vieles im Leben mit Kindern). (also so ziemlich alles im Leben im Kindern)

Leider drohte das Ganze fast zu platzen. Denn mein Großer kam letztens mit verschwörerischer Miene zu mir: „Mama, weißt Du was?“ – „Nee.“ – „Der Weihnachtsmann ist nur ein verkleideter Mann!“ – „Wer sagt das?“ – „Die aus der Mondgruppe im Kindergarten.“ (das sind die Großen, die 5 und 6-Jährigen)

Innerlich sackte ich zusammen wie ein Luftballon mit Löchlein. Sollte es das etwas gewesen sein?! Aber nein. Eine ausgiebige Lektüre von „Wo der Weihnachtsmann wohnt“ konnte die Sache nochmal retten. Puh. Der Kelch ist an uns vorbeigegangen. Ich befürchte, es ist unser letztes Weihnachten mit Weihnachtsmann. Vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr, zumindest beim Kleinen den Glauben noch aufrecht zu erhalten.

Nicht nur, weil die tolle Erpressungsmethode fürs Bravsein wegfällt. Sondern auch, weil ich diesen Zauber vom Weihnachtsmann so liebe. Weil ich meinen Kindern diese Illusion, die ja so eine schöne, magische ist, aufrechterhalten will. Das Leben mit all seiner nicht immer schönen Realität kommt noch früh genug. Da ist es doch umso schöner, sie noch ein Jahr lang in dieser Märchenwelt zu lassen. Denn für mich ist es keine Lüge vom Weihnachtsmann. Nein, es ist ein Zauber, etwas Magisches. Etwas, was man immer mit seiner Kindheit verbindet. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich meinen Wunschzettel aufwändig verzierte, in der Hoffnung, der Weihnachtsmann würde dann besonders viele Geschenke bringen. Und bei der Erinnerung kommen all die Düfte, die Farben, dieses wohlige Gefühl von früher wieder hoch. Und so soll es meinen Jungs auch einmal gehen, wenn sie größer sind.

Nathalie ist 35 und hat zwei meistens reizende kleine Jungs. Über den ganz normalen Alltagswahnsinn als Mama bloggt die Journalistin auf www.ganznormalemama.com

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